Dies sind die sechs Finalisten des Innovationspreises des Kantons Freiburg

Die Finalisten des Innovationspreises 2018/2019

Heute hat die Jury des Innovationspreises des Kantons Freiburg die Namen der Finalisten 2018/2019 bekannt gegeben. Sechs Unternehmen sind nominiert, je drei Unternehmen für den Start-up-Preis und den Unternehmenspreis. Für den Start-up-Preis startet heute die Publikumswahl, in der alle ihrem bevorzugten Jungunternehmen per SMS ihre Stimme abgeben können. An der Preisverleihung vom 7. November werden die Gewinner bekannt gegeben.

Dieses Jahr werden zwei Innovationspreise vergeben: Der Start-up-Preis für Jungunternehmen, die es seit weniger als fünf Jahren gibt und der Unternehmenspreis für Firmen, die vor 2013 gegründet wurden. Ausserdem erhält einer der sechs Finalisten die Cleantech-Auszeichnung. An der Preisver-leihung vom 7. November werden die Sieger bekannt gegeben und alle Finalisten ausgezeichnet.

Dieses Jahr wurden insgesamt 50 Innovationen eingereicht. So viele wie noch nie in der 27-jährigen Geschichte des Innovationspreises. In den letzten Wochen haben zwei Jurysitzungen stattgefunden, um die Projekte zu beurteilen. Ausserdem hat die Jury die Anwärter des Unternehmenspreises besucht. „Die diesjährige Ausgabe unseres Preises zeigt es einmal mehr: Im Kanton Freiburg gibt es wahre Innovationsperlen!“, sagt Jean-Luc Mossier, Vizepräsident der Jury. Massgebend für die Beurteilung der Projekte waren vier Kriterien: Technologischer Innovationsgrad; Innovationsgrad in Bezug auf den Markt; Verkaufspotential; Nutzen für die Gesellschaft, die regionale Wirtschaft und die Umwelt.

Die 3 Finalisten des Unternehmenspreises

Medion Grifols Diagnostics AG, Düdingen, www.grifols.ch
Entstörungs-Protein für sichere Blut-Transfusionen bei Krebspatienten

Neuartige Krebsmedikamente beeinträchtigen die Resultate von diagnostischen Bluttests, so dass diese nicht mehr auswertbar sind. Diese Tests sind vor jeder Bluttransfusion dringend nötig, um eine verträgliche Transfusion sicherzustellen. Es gab bisher zwar Möglichkeiten, diesen Mangel zu beheben, sie sind aber zeitaufwändig, teuer, fehleranfällig und führen zu Risiken und Verzögerungen bei Bluttransfusionen. Medion Grifols Diagnostics hat ein Protein entwickelt, das diese Störung ausschaltet. Mit dem Entstörungs-Protein Grifols sCD38 konnte eine bisher nicht befriedigend beantwortete Fragestellung in der Transfusionsmedizin gelöst und sichere Bluttransfusionen bei Krebspatienten wieder möglich gemacht werden.

Scott Sports AG, Givisiez, www.scott-sports.com
Das leichteste Rad für Mountainbikes

Vor drei Jahren setzte sich Scott Sports zum Ziel, das Laufrad – so wird die Gesamtheit eines Vorder- oder Hinterrades beim Fahrrad bezeichnet – zu revolutionieren. Dank seinem Know-how im Bereich der Verbundwerkstoffe, seit über 20 Jahren gibt es Scott-Bikes mit Carbonrahmen, konnte das Unternehmen dieses Jahr das leichteste 29-Zoll-Laufrad präsentieren. Die neuen Laufräder inklusive Speichen bestehen aus Carbon und sind aus einem Stück gefertigt. Neben dem Gewicht von 1250 Gramm pro Paar, zeichnen sie sich durch bisher nie erreichte Steifigkeits- und Beschleunigungswerte aus. Das neue Vollcarbon-Laufrad Syncros Silverton SL wird ab dem Frühjahr 2019 für Mountainbikes erhältlich sein.

Zbinden Posieux AG, Posieux, www.zbinden-posieux.ch
Automatisiertes System um Baustellen auf Autobahnen gefahrlos zu sichern

Baustellen auf Autobahnen stellen für alle beteiligten Personen eine erhöhte Gefahr dar. Um kurzzeitige Baustellen zu sichern, wurden die Absperrbaken von den Mitarbeitenden, die die Baustellen signalisieren, bisher von Hand aufgestellt bzw. entfernt. Zbinden Posieux AG hat jetzt ein automatisiertes System entwickelt, das auf Lastwagen montiert werden kann. Das Wechselsystem Zbinden DRB-216 erlaubt das Aufstellen und Entfernen der Baken, ohne die Fahrbahn zu betreten. Mit dem System kann eine Baustelle mit 216 Leitpfosten in einer Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h gesichert werden. Damit kann eine 6 km lange Baustelle in 18 Minuten gesichert werden, zuvor waren dafür 80 Minuten nötig.

Die 3 Finalisten des Start-up-Preises

Cortexia AG, Châtel-St-Denis, www.cortexia.ch
Saubere Städte mit optimalem Ressourceneinsatz

Welche Ressourcen braucht es für eine saubere Stadt? Cortexia hat eine Lösung entwickelt, die es Städten erlaubt, die Sauberkeit zu verbessern und gleichzeitig die Kosten und die Umweltbelastung zu senken. Das System von Cortexia misst die städtischen Abfälle auf objektive Art und Weise mit intelligenten Kameras, die auf Fahrzeugen der Stadt angebracht sind. Neuronale Netzwerkalgorithmen identifizieren und zählen die Abfälle und ordnen sie zu. Die ermittelten Daten werden in Echtzeit in Form einer detaillierten Verschmutzungskarte übermittelt. Damit können die Ressourcen geplant und mit den richtigen Mitteln, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort eingesetzt werden.

NanoLockin GmbH, Freiburg, www.nanolockin.com
Neuartige Methode, die Nanopartikel nachweist

Der Nachweis von Nanopartikeln in einem Produkt ist unerlässlich, um Qualitätskontrollen durchzuführen und Daten für Gesundheits- und Umweltrisiken zu liefern. Die bisher angewandten Techniken wie z.B. Elektronenmikroskopie sind sehr teuer und zeitaufwändig. NanoLockin hat eine neue Methode entwickelt, um Nanopartikel aufzuspüren. Diese basiert auf der aktiven Thermografie, die kleinste Temperaturunterschiede misst. Wenn Nanopartikel Licht aufnehmen, erzeugen sie Wärme, die mit der aktiven Thermografie schnell und effizient gemessen und quantifiziert werden kann. Diese neuartige Methode ist einfach durchführbar, die geprüfte Ware wird nicht beschädigt und die Kosten einer Analyse werden im Vergleich mit bisherigen Techniken um das zehnfache reduziert.

Texum GmbH, Freiburg, www.texum.swiss
Mit Kohlefasern den Asphalt von Verkehrskreiseln verstärken

Wenn Zugkräfte auf unsere Strassen einwirken, gibt es Risse, genauso wie bei Beton. Um dies zu verhindern, werden bei Beton Armierungseisen eingesetzt, aber für Fahrbahnbeläge (oder Asphalt) unserer Strassen gab es bisher keine befriedigende Lösung. Texum hat eine neue Lösung entwickelt, die Fahrbahnen mit Verbundwerkstoffen aus Kohlefasern verstärkt. Dies erlaubt eine gleichmässige Verstärkung der Strassenstruktur. Die Innovation von Texum kommt insbesondere bei Verkehrskreiseln zum Einsatz, aber auch bei Bushaltestellen oder sehr stark belasteten Abschnitten. Mit der Lösung von Texum werden die Dauer und die Umweltbelastung der Arbeiten stark reduziert, aber auch die Kosten für den Strassenunterhalt.

Publikumswahl für Start-up-Preis – www.innovationfr.ch

Ab heute Montag, 8. Oktober, hat die Bevölkerung die Möglichkeit, den Gewinner des Start-up-Preises zu wählen. Die Wahl per SMS ist bis zum 4. November möglich. Eine SMS kostet 20 Rappen und pro Telefonnummer ist nur eine Stimme möglich. Die SMS ist an die Nummer 939 zu senden, wobei für jeden Finalisten ein anderes Keyword einzugeben ist:
> für Cortexia: FRI A
> für NanoLockin: FRI B
> für Texum: FRI C

Für die Publikumswahl wurden Videoclips gedreht, in denen die drei jungen Unternehmen ihre Innovationen vorstellen. Unter allen Teilnehmenden der SMS-Publikumswahl werden attraktive Preise verlost, die durch die Freiburger Kantonalbank gestiftet werden. Der Hauptgewinn ist 1’000 Franken, ausserdem werden 25 x 2 Tageskarten für die Freiburger Bergbahnen verlost.


WÄHLEN & GEWINNEN!